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Brückenschläge und Schlagworte

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Me too

Auf Twitter habe ich es nicht geschrieben, aber auf Facebook. Und ich wollte erst gar nicht. Aber dann schreib eine Freundin von mir, eine Amerikanerin, ein Statusupdate. Sie schrieb sinngemäß: „Ich habe die Beiträge unter #metoo gesehen und gedacht ‚Ganz genau!‘ Und dann habe ich gedacht: ‚Ich glaube meine Erfahrungen zählen nicht.‘ Deshalb ist diese Aktion wichtig.“ Ich fühlte mich so ertappt. Und erst dann konnte ich es schreiben. Ich auch. Denn ja, auch meine Erfahrungen zählen.

Ich hatte Angst gehabt, die Erfahrungen von Frauen zu schmälern, ihre Bedeutung zu verwässern, die wirklich vergewaltigt worden sind. Aber hier geht es nicht nur um diese entsetzlichsten der Fälle. Es geht um Belästigung und um Missbrauch. Und vielleicht ist es genau Teil des Problems, dass wir gar nicht wissen, was wir mit Belästigung meinen, und wo die Grenze zum Missbrauch ist. 

Bin ich missbraucht worden, wann immer mir jemand auf Partys, in Clubs oder in überfülltem Verkehrsmitteln an den Hintern oder den Busen gegriffen hat? Oder dann, wenn mir jemand so lange auf die Nerven ging, bis ich einvernehmlich mit ihm schlief, weil ich nicht als prüde oder frigide gelten wollte, obwohl ich selbst keinen Sex wollte und es mir weh getan hat? Vielleicht erst, wenn mich jemand bedroht oder beschimpft hat als „nichts als ein Stück Fleisch mit ein paar Löchern zum Ficken drin“? Und wie knapp bin ich dem Missbrauch entronnen, als der Taxifahrer seine rechte Hand auf meine Brust legte und sie erschrocken zurück zog, als ich ihm meinen Ellenbogen mit voller Wucht in die Seite rammte und das Auto einen gefährlichen Schlenker auf der menschenleeren Straße machte?

Ist das alles „nur“ Belästigung und deshalb nicht der Rede wert? Ist erst der Missbrauch so schlimm, dass ich ein Recht darauf habe, davon traumatisiert zu sein? Sollte ich mich nicht so anstellen? Soll ich akzeptieren, dass ein solches Verhalten Teil der Gesellschaft ist? 

Nein. Nein, nein, nein. Dass ich diese Erfahrungen gemacht habe und weitere mache, dass fast alle meine Freundinnen und weiblichen Verwandte #metoo geschrieben haben, ist keine Zwangsläufigkeit. Ich bin schockiert davon und denke bei jedem #metoo: „Was, du auch??“ Und dann stelle ich fest, dass ich im Grunde nicht überrascht bin, und dann werde ich wütend.

Jahrelang habe ich geglaubt, dass es aus Versehen passiert, wenn fremde Männer mich in der Öffentlichkeit anfassen. ‚Ist ja auch eng hier, das kann keine Absicht gewesen sein‘. Aber warum fühlte ich mich danach immer so schlecht? Einmal hatte ich eine Begegnung mit einem Exhibitionisten. Ich stand an der Ampel, hinter mir pfiff es und hinter einem Baum winkte ein eregierter Penis hervor. ‚Mich kann der nicht wirklich gemeint haben‘, dachte ich. Aber ich hatte danach tagelang Übelkeitsgefühle und mied die Ecke, an der es geschehen war. Ich habe auch bei der Polizei angerufen. Sie haben es aufgenommen, aber besser habe ich mich danach nicht gefühlt. 

Von vielen Erfahrungen habe ich gerade als junges Mädchen niemandem erzählt, weil ich mir sicher war, dass mir keiner wirklich glauben würde. Ich stand nämlich den größten Teil meines Lebens unter dem Eindruck, ich wäre so hässlich, dass mich nicht einmal jemand freiwillig belästigen würde. Manchmal fragte ich mich in der Disco traurig, warum mir niemand in den Ausschnitt schielte. Wenn es dann aber passierte, dass mich jemand angeiferte und sabbernd (und das meine ich nicht metaphorisch) zu meinen Brüsten sagte: „Ich find dich geil!“, dann ekelte ich mich still, lief weg, und sprach nicht darüber. Wer würde mir schon glauben, dass mich jemand „geil“ fand. Und wenn sie mir glaubten, würden sie mir dann nicht sagen, ich sollte mich glücklich schätzen?

Das ist die gesellschaftliche Realität. Junge Mädchen, die glauben, dass sie sexuelle Belästigung als Kompliment aufzufassen haben. Wie krank ist das denn?

Ich bin dankbar für #metoo. Es gibt mir die Möglichkeit, darüber zu sprechen, was nicht okay ist. Eine starke Schulter zu sein für diejenigen, die Schlimmeres erlebt habe als ich. Mit denjenige zu sprechen und von denen zu lernen, die stärker sind als ich und sich öfter gewehrt haben. Diejenigen aufzuklären, die glauben, dass sexuelle Belästigung und sexueller Missbrauch nur ein paar Täter kennen, schwarze Schafe, die einfach böse sind.

Wenn der Hashtag Männer dazu bringt, ihre Frauen, Freundinnen und Schwestern nach ihren Erfahrungen zu fragen, wenn das eigene Verhalten reflektiert wird, wenn alle erkennen, wie flächendeckend die Respektlosigkeit in der Gesellschaft nistet, wie stark sich Männer über Potenz und Frauen über sexuelle Verfügbarkeit definieren, welche Folgen das für unsere Beziehungen hat und wie tief diese ekelhaften Muster in uns sitzen, dann haben wir viel erreicht. Ich für meinen Teil jedenfalls bin es Leid, zu akzeptieren, dass sexuelle Belästigung und sexueller Missbrauch eine gesellschaftliche Notwendigkeit sein sollen. 

Wer übrigens ernsthaft behauptet, er traue sich nun nicht mehr, Komplimente zu machen, der hat nichts verstanden. So ehrlich sollte jeder zu sich selbst sein können, dass er weiß, ob das Kompliment eine ehrliche Anerkennung von Schönheit ist oder ob daran sexuelle Interessen, gar Ansprüche geknüpft sind. Im zweiten Fall ist ein Kompliment kein Kompliment, sondern eine widerliche Manipulation. Wer das nicht unterscheiden kann, sollte aller Wahrscheinlichkeit nach die „Komplimente“ einstellen.

Menstruation

Ihr glaubt ja nicht, wie viele Dinge ich nicht sehen möchte. Pärchen zum Beispiel, die spazieren gehen und er fummelt ihr dabei pausenlos am Hintern rum. Manche Typen dirigieren ihre Freundinnen sogar mit einem Kniff in den Arsch nach links oder rechts. Ich finde das unzumutbar. Aber führe ich deswegen eine Kampagne gegen die öffentliche Anfasserei von Popos? Nein. Weil es mich nichts angeht, solange das jeweilige Mädel nichts dagegen hat.

Bestimmte Dinge sind natürlich so abstoßend, dass sie tatsächlich geächtet gehören und in der Öffentlichkeit keinen Platz haben sollten. Rassistische Übergriffe. Homophobie. Im Prinzip jede Art von gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit. Auch sexuelle Belästigung (Stichwort dickpics). Möchtet Ihr Menstruation wirklich mit diesen Dingen in eine Reihe stellen? Wirklich?!

Bleiben wir von mir aus bei Körperausscheidungen. Neulich sah ich in einem edlen Hamburger Vorort in der Nähe des S-Bahnhofs einen vermutlich überprivilegierten jungen Mann in Ralph Lauren Klamotten, sein iPhone unters Ohr geklemmt, gegen die Wand eines Altenheims pissen. Ihr werdet jetzt sagen: Ja! Eklig! Gehört weg! Oder die vielen vielen Menschen, meistens Männer (#sorrynotsorry), die auf Bürgersteige rotzen. Richtig schön tief durchziehen, möglichst geräuschvoll, und der Blob auf dem Pflaster von tiefgelber Schleimigkeit. Ja! werdet ihr sagen; Weg damit! Aber wisst ihr, wo der Unterschied liegt? Es ist ganz einfach:

Wir können uns aussuchen, wo wir hinspucken und hinpinkeln. Da es sich hierbei um Unannehmlichkeiten handelt, die beide Geschlechter betreffen, hat die Menschheit Wege erfunden, diese möglichst unaufdringlich und hygienisch zu gestalten. Und diese Möglichkeiten kann jeder wahrnehmen, der einen Funken Anstand besitzt.

Wer menstruiert, kann sich aber *nicht* aussuchen, ob und wann und wo geblutet wird. Wir tragen diese Unannehmlichkeit monatlich mit uns herum, wohin wir auch gehen. Und jetzt haltet euch fest: Die Artikel, die diesen Umstand erleichtern sollen, sind als Luxusartikel höher besteuert als Gebrauchsgegenstände. Luxus my ass. Ihr könnt jede menstruierende Person in eurem Umfeld fragen. It ain’t no picnic, Freunde.

Was mich wirklich wütend macht, ist die Tatsache, dass in der Debatte wirklich das Argument „unsexy“ auftaucht. Wer über Menstruation spricht ist unsexy. Das kann im 21. Jahrhundert von aufgeklärten Menschen doch einfach nicht ernsthaft ins Feld geführt werden, bitte? Es ist, als würde man sagen: „Dir wächst ein Bart? Wie unappetitlich. Bitte sprich nicht darüber. Ich bringe dir Rasierklingen mit, wenn ich zufällig sehe, dass deine zur Neige gehen, bin ich nicht großartig und verständnisvoll… Bitte? Du denkst über permanente Haarentfernung nach? Wie ekelhaft bist du denn! Ey, unsexy! Mit dir wird niemals jemand ins Bett gehen!“

Apropos: Wer Tampons kauft, ist verdammt nochmal kein Heiliger ipso facto. Es ist genauso absurd wie für jeden anderen Handschlag im Haushalt exzessiv gelobt werden zu wollen. „Du hast eingekauft und mir etwas mitgebracht, was nur ich brauche? Mein Gott, was bist du für ein ganzer Kerl!“ Seriously?

Es ist ganz einfach. Solange wir noch nicht ausreichend Wege haben, diese Körperfunktion für uns so gesund und angenehm wie möglich zu gestalten – ohne Austrocknen der Schleimhäute, mit ausreichender Sicherheit gegen auslaufendes Blut und mit Tragekomfort, der diesen Namen verdient – gehören auch Menstruationstassen in die Öffentlichkeit. Weil wir uns Annehmlichkeit in diesem Bereich erst erkämpfen müssen. Mit Ekel hat das nichts zu tun. Über neue Möglichkeiten informiert zu werden, erleichtert einer Vielzahl menstruierender Individuen das Leben immens. Jede*r, der*die dadurch ein Stück Lebensqualität erlangt, ist ein riesiger Fortschritt. Wir *müssen* darüber sprechen dürfen. Es ist die positive Seite der Reichweite des Internets, die bei Gott auch ihre Schattenseiten hat.

Beziehungen und Lebensglück

Eine Bekannte hat eine schlimme Trennung hinter sich. Langsam findet sie ins Leben zurück. Neulich sagte sie: „Ich finde mich inzwischen damit ab, dass das mit der Liebe für mich nicht mehr passieren wird.“ Sie ist 29.

Ich denke daran, wie ich Ende 20 war und Single. Wie alle um mich heirateten und schwanger wurden und ich auf jeder Feier allein tanzen musste. Wie ich es gehasst habe, wenn Leute sagten: „Bald lassen sich die ersten wieder scheiden. Dann kommt deine große Stunde.“ Als ob es mein Wunschtraum sein könnte, Glück nur um den Preis fremdem Unglücks zu finden. Mein Herz wird weich. Was kann ich meiner Bekannten raten? 

„Ich glaube, es ist gut, wenn man nicht alles davon abhängig macht, jemanden zu finden,“ habe ich vorsichtig zu ihr gesagt. „Aber ausschließen solltest du es doch auch nicht.“ 

Immerhin habe ich mit 29 meinen Mann kennen gelernt. 

Sie sieht mich genervt an. „Ich bin es Leid. Ich will auch niemanden, der schon in jedem Pool geplanscht hat.“

Sie ist 29.

Davon abgesehen, dass ich das Bild vom Pool ziemlich unappetitlich finde, habe ich nicht gleich verstanden, warum mich ihre Reaktion so befremdet hat. Ich habe deshalb länger über diesen Satz nachgedacht. 

Jeder möchte natürlich etwas besonderes für den oder die eigene*n Partner*in sein. Mit um die 30 kann man nicht mehr von Menschen erwarten, dass sie noch keine sexuellen Erfahrungen gemacht haben. Ich selbst halte auch eine lebhafte sexuelle Vergangenheit bei anderen Menschen nicht per se für einen charakterlichen Makel, aber gut. Jeder nach seiner Façon und so. 

Was ich aber wichtiger finde: Man kann nicht erwarten, dass Menschen in diesem Alter noch keine emotionalen Erfahrungen gemacht haben. Wie ist es mit jemandem, der Anfang 30 ist und, sagen wir mal, drei Beziehungen von je drei bis vier Jahren hatte, die aus verschiedenen Gründen gescheitert sind – betrogen worden, Fernbeziehung nicht ausgehalten, auseinander gelebt…? Hat der oder die „jedem Pool geplanscht“?

Das Bild degradiert zwischenmenschliche Beziehungen, die Menschen machen – insofern man nicht selbst daran beteiligt ist. Es klingt so, als sei Sex für die meisten Menschen etwas bedeutungsloses, vielleicht auch schmutziges. Und es schert alle Menschen und Lebenswege über einen Kamm. Das ist eifersüchtig ohne Verdachtsmoment. 

Auch und gerade die Lebenserfahrung macht Menschen interessant. Deshalb bin ich so gerne 30 geworden. Damit kam eine gewisse Entspannung und auch eine Großzügigkeit gegenüber anderen Lebenswegen. Mir hat das gut getan. Ich wünsche es meiner Bekannten auch.

Gedächtnis. Erinnerung.

Sie verliert ihr Gedächtnis. 

Es ist verloren.
Oder hat sie es verlegt? 
Ist deshalb ihr Kopf so verlegen; 
hat sie ihn liegen lassen?

Vielleicht ist sie müde vom Liegen, 
vom Legen, vom Leben, 
vom Stehen, vom verStehen,
und deshalb so gar nicht mehr verSessen auf Neues…

Ein verSessel täte es nicht. Ich baute ihr gern eine verLiege, 
auf der sie ausruhen kann und wo der verStand nicht mehr stehen muss.

Verlieren, verlegen. Verliegen, verleeren.
Leer ist der Kopf aber nicht.
Er ist angefüllt mit Dingen, die an die Schädeldecke pochen.

Auch Erinnerungen sind dabei.
Sie kommen aus dem Nichts nach außen, 
von tief innen drinnen, 
sie weden zu Eraußerungen, Äußerungen,
ohne Sinn und Verstand, denn der Verstand
steht nicht mehr aufrecht.

Er hat sich hingelegt.
Er hat sich sicher verlegen
mit dem Gedächtnis zusammen.

So lange war ihr Gedächtnis auch mein Gedächtnis.
Ich will mich dazu legen und ihm zuhören, wie es spricht.
Auch ohne Sinn und Verstand. 

Gravestenenbrug in Haarlem, the Netherlands

There is something about draw bridges. I think maybe I’ve been a bit taken with them ever since I lived in Greifswald, where they have an example of surpreme beauty. But this one in Haarlem in the Netherlands left an equally great impression on me. Gravestenenbrug, Haarlem, NetherlandsWe drove through Haarlem on our way back to Amsterdam from the North Sea coast in Zandvoort. Walking through the small town at night, when it was all lit up, was a treat in itself. Beautiful architecture is all around, and little cute canals gave the town its remarkable atmosphere – an even cozier, cuter version of the Dutch capital. What I liked most though was, of course, the walk down the river Spaarne that led us to this beauty of a bridge.

The sky had this intense dark night blue colour, and the reflection in the water was so clear cut that you almost wouldn’t think it was a living, moving surface. I did feel reminded of Greifswald, which made the place feel very familiar in this great sense that grants safety and security and is not in the least boring. The arms of the bridge looked like they were ready to open up any minute now, visions of sailing boats majestically gliding through and on through different canals and into the open sea crossed my mind, and I thought that maybe this is why I like draw bridges. They connect the banks while still appreciating the river’s path and its opportunity to lead us on, on to different shores far away.

If you have read My Mission statement, you know why I love bridges. To me they are the most universal symbol of connection, of bringing people together and overcoming anything that may seperate us. I want to present to you pictures of bridges that I really love in places that I really love on my blog every Sunday. If you have a picture of a bridge that you would like to share with my readers as a guest post, feel free to contact me!

Blauwbrug in Amsterdam, the Netherlands

My summer travel destination was chosen mainly for the fact that it promised to hold many, many, many bridges. And man, did it deliver!

Blauwbrug, Amsterdam, NetherlandsAmsterdam was, of course, never going to disappoint me, the fangirl of water, of rivers and canals, and of bridges. I’m afraid my Bridges on Sundays series will contain Amsterdam pictures for a long long time to come. Bear with me. I’m starting you off with one of the prettiest though.

The Blauwbrug, or Blue Bridge, is a late 19th century architectural marvel across the Amstel river. It is thus not one of the many canal bridges. The Amstel river is much wider than the average Amsterdam gracht, and thus allows for a more elaborate bridge structure. Elegant looking young business people were crossing the Blauwbrug in the drizzling rain. In its majestic grandeur the bridge differed from the more laid-back, relaxed and proverbial liberal side of the Dutch capital. I took to its beauty nonetheless. Especially since, when standing on it, you had the next gorgeous bridge in eyesight. But I’ll leave more on the Magere Brug (Skinny Bridge) for another day.

If you have read My Mission statement, you know why I love bridges. To me they are the most universal symbol of connection, of bringing people together and overcoming anything that may seperate us. I want to present to you pictures of bridges that I really love in places that I really love on my blog every Sunday. If you have a picture of a bridge that you would like to share with my readers as a guest post, feel free to contact me!

Guest Post: Lift Bridge in Karnin (Usedom), Germany

Guest post are a rare event on my blog, mainly because I am not monetized and I don’t do backlinks or anything like it. The more joyous the occasion wheh a friend wants to write about a bridge nonetheless. And possibly even more wonderful when it’s a real life friend and not a travel blogger I met on a social media channel. My friend and former flatmate Luise is an avid traveller and came to travel blogging just a little later than me. On her site Such a Lot of World to See she blogged about her trip through the Balkans, Turkey and Georgia to Azerbaijan. I’m excited she’s bringing you such an insightful post – much longer than my own usual bridge post; she sent it to me saying she „got carried away a little“. That should tell you more than enough about her curiosity and passion for the world.

This year the First World War is more present in German public discourse and consciousness than WW II – usually it is the other way round for various reasons. But anyway it is a “super memorial year”: 100 years since WW I started, 75 years since WW II started, 25 years since the Wall came down. It’s always a mix. When my parents visit me in Greifswald in the North Eastern corner of Germany where I study, we also get to see a colorful mix of old and older, traces left both by the wars and the GDR, and new, what the decreasing population in this region outside the university town do to give it some new direction.

We visit Anklam, a small town 40 kilometers from Greifswald. It was heavily destroyed in the end of the war and modestly rebuilt. When industry closed down after the reunification people started to leave and there are some problems with right wing extremists round here. So I have to admit we are somewhat surprised to see some creative projects going on here. Young people and artists built all kinds of gliders and flying devices decorating the half destroyed church – which even has a roof again – of the hometown of aviation pioneer Otto Lilienthal. It is a bright May afternoon and so we have a fantastic view from the tower all across the wide flat lands where he took his first flights.

Flying Equipment, Anklam, GermanyFar to the East we can see the enormous structure of the Karnin lift bridge which is worth a visit as the guide at the church tells us. After criss-crossing through the fields and along small alleys (some of them remarkably bumpy) we reach the harbor of Kamp where we have a fish sandwich and then start out for the bridge. We just have to walk around the corner at the pier and there it is, the huge lift bridge once enabling Berliners to reach the fancy beach resorts on the island of Usedom within two hours by train. It also gained military importance when the Army Research Center was opened in Peenemünde in the Northern part of Usedom in 1936.

I have been listening to quite some documentaries on 1914 lately, the war that was sparked on a bridge, a quite small one. Here is a bridge that after being an icon of German engineering was sacrificed by its own people at the very end of the next war. When German forces retreated they blew up all parts of the bridge except for the lift. That part was drawn up to allow for the German navy operating in the Szczecin Lagoon to escape to the Baltic Sea if necessary. And that is how we can still see it, the way it was left in the final defeat nearly 70 years ago. Eerie.

Lift Bridge, Karnin, GermanyThe 50x30m lift bridge was part of a two way railroad bridge opened in 1875. It wasn’t rebuilt, partly because of the new German-Polish border now dividing the island across the main railroad. Ever since the war people have to drive further to the North West to Wolgast, cross the bridge there and drive a long way back on the island to reach the so called Kaiserbäder (Emperor’s resorts), more or less doubling travel time from Berlin. There are actually talks of rebuilding the railroad and the bridge, we don’t have border controls between Poland and Germany anymore. This region is trying to become less of an outpost at the far edge.

Usedom, GermanyUntil then the former railroad dam is accessible by a nice sand path populated by salamanders and the waters on its sides are home to beavers while the birches that died in the rising waters hold an incredibly huge colony of the prehistoric looking cormorants.

Change is the only constant, even with a door left open by a fleeing army several decades ago.

(Photos by my mother D. Schmidt)

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Footbridge in Malbork, Poland

I have lost count of the times I’ve been to Gdansk. Yet I had only once been to Malbork, the favourite tourist day trip from my beloved city and home to the largest castle of the Order of the Teutonic Knights. My visit there was in 1993 with my family and I had hardly any memory of it. The more thrilled I was that during my last stay in Gdansk I got to visit it again. And this picture alone shows why it was worth it.

Footbridge, Malbork, PolandThe wooden footbridge crossing the river Nogat swings slightly when you cross it. But I had to get to the other side to enjoy the view of the bridge AND the castle all in one. Have you noticed how it is all red brick stone? You know I’d love it. Even with a cloudy sky I think the bright red of the castle contrasts so beautiful against the grey, and the dark colour of the bridge is so intense in its reflection in the Nogat’s steady, calm flow. Malbork Castle is an impressive place looking to intimidate the attacker – but looking at it from across the bridge today, it is mostly peaceful and pretty.

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Šeher Ćehaja Bridge in Sarajevo, Bosnia & Hercegovina

My life has been rich and colourful lately, even without me travelling much (at least not internationally). I do have some exciting plans for the summer, but as of now I am revelling in the quiet excitement I find in routine. And yet every now and then I dream myself away. Away to countries that hold my heart. Away to my most recent adventure – away to Bosnia.

Seher Cehajina Bridge, Sarajevo, Bosnia & HercegovinaThe first bridge in Sarajevo across the Miljacka River that comes to mind is certainly the Latin Bridge – especially in the year of the one hundredth anniversary of the assassination of Franz Ferdinand which happened just around the corner from the pretty little Ottoman bridge. I must say, though, that I almost prefer the one in the picture above – Šeher-Ćehajina ćuprija. „Ćuprija“, by the way, is a Turkish loan word in Bosnian and means bridge (when standard Croation or Serbian would be „most“). I love the word in all its intercultural richness.

I couldn’t find out what the name of the bridge refers to or much about its history. I just know how beautiful it is to look at when you sit on a bench next to the river on a hot day in early June, eating Burek and, for desert, strawberries that are so sweet you wonder what people actually need candy for. I know how I felt looking at the city hall, to the left in the photo, which was still a brown grey-ish burnt out ruin when I last visited the city and is now restored to its old beauty (even though it can’t be entered yet). I know how full of giddy anticipation I was when I crossed it with a small crowd of people to go for dinner in the Sarajevo Brewery; and also how well-fed, deeply content and happy I was when I returned from that dinner. What can I say. It is a good place.

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Bridge in Berlin (Lübars), Germany

Berlin is huge. I know, not by, what, American standards, but it is the biggest city in Germany, and even being from the second biggest in the country, it took me quite a while to get a grip on it. But the beauty of it is: There is so much to discover.

Alt Lübars (Berlin), GermanyA few weeks ago I took a metro, met a friend, took another metro and a bus to reach a rather remote area of Berlin called Lübars, a part of Reinickendorf. It is very close to the border to Brandenburg. That means that the border between the GDR and West Berlin used to be just here. Nothing to be noticed about that. It is just beautiful nature now. Fields and marsh.

The runway in the picture crosses the creek called Tegeler Fließ. Tegel is South of here, you might be familiar with the name because of the airport. It wasn’t a particularly pretty day, but I enjoyed it all the more because there weren’t many people out and about. One wouldn’t believe that you were in the capital, in this huge urban mass of skyscrapers and monuments and malls. It was peaceful.

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